War knapper als das Ergebnis sagt

Das hilft uns aber auch nichts und im Endeffekt haben die Passauer uns verdient mit 5:3 geschlagen, weil sie ihre Chancen einfach besser genutzt haben.

Zwei deftige Schwarzniederlagen setzte es für Bernd und Anton, dessen Miniatur bis auf die letzten 2 Züge schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gespielt wurde – der Anziehende war damals immerhin ein Großmeister – das zeigt aber nur wie stark der Passauer Routinier aufgespielt hat! Dazu kamen zwei Remisen von Karsten und Franz, die mit Weiß keinen Druck aufbauen konnten, aber zumindest nicht in Verlustgefahr schwebten.

Daß Schach nicht so einfach ist zeigte sich bei Andi: Selbst wenn du seit 35 Jahren immer die gleiche Eröffnug spielst heißt das noch lange nicht, daß du nach 10 Zügen mit Weiß auch nur nahe am Ausgleich bist. Auch wenn er sich danach etwas erholte stand er den Großteil der Partie nicht besonders, schaffte es aber aus “schlechter” nicht “auf Verlust” werden zu lassen und hielt mit einem hübschen Figurenopfer Remis.

Zu großer Form läuft unser Chef auf, ein kleiner Fehler seines Gegners reichte ihm, um einen druckvollen Sieg herauszuspielen ! Mit diesem zweiten Saisonsieg stellte Uli laut eigener Aussage gleich zwei Rekorde auf: Er gewann damit doppelt soviele Partien wie die letzten 3 Jahre zusammen und es war sein erster Sieg seit 5 Jahren gegen jemanden, der nicht bei Würzburg spielt !

Brauchten wir also noch 1,5 Punkte für ein Unentschieden oder 2 für ein Siegerbier. Zumindest Ersteres hatten wir auf den Brettern… aber leider nicht im Kopf. Ich hatte im unbedingten Gewinnstreben eine riskante Variante gewählt, hätte eine Figur opfern können – mit ungefähr gleicher Stellung, und ließ dann noch einen zweiten Einschlag aus, der gute Gewinnchancen geboten hätte. Danach wurde ich verdientermaßen in meine Einzelteile zerlegt. Zum Schluss noch Bertl, der nach einem unkorrekten Figurenopfer seines Gegenübers die ganze Partie  mehr oder weniger klar auf Gewinn stand. Kurz nach der Zeitkontrolle ließ er dann aber ein fünfzügiges Matt aus und scheiterte auch danach beim verwerten der technischen Gewinnstellung an der hartnäckigen Verteidigungsleistung seines Gegners.

Soll uns Recht sein, dann wirds gegen Rottal umso spannender – wir sind nichts anderes gewöhnt!
MT

Passau          –            Gröbenzell  5:3

Weiß, Christian IM    –      Zach, Andreas FM    0.5 : 0.5
Suran Jan FM             –     Taggatz, Mario FM    1 : 0
Testor, Sebastian FM –     Schuster, Karsten     0.5 : 0.5
Hiermann, Dietmar FM – Hoy, Bernd                1 : 0
Schmid, Franz             –     Rohrmüller, Ulrich    0 : 1
Kaiser, Wolfgang IM   –     Kaunzinger, Albert    0.5 : 0.5
Linhart, Wolfgang       –     Scheckenbach, Franz 0.5 : 0.5
Heyne, Gerhard          –     Schmidt, Anton         1 : 0

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