Vor dem Kampf ist nicht nach dem Kampf!

Hätte uns heute jemand vor dem Match ein 4:4 gegen den Favoriten Pang in Ausicht gestellt, so wären wir äußerst zufrieden gewesen. Als es aber 3,5:2,5 für uns Stand und die laufenden Partien mindestens einen Punkt versprachen, war der Sieg in greifbarer Nähe. So gesehen war das Remis dann eher eine Enttäuschung nach dem Kampf. Mit 5 Punkten aus 3 Runden sind wir aber über alle Erwartungen erfolgreich in die Bezirksliga gestartet. Das hatte eigentlich nur ich so erwartet. Aber der Reihe nach.
Pang kam wie erwartet in sehr guter Besetzung, weder die Österreicher noch Liga 2 waren zugange. Zunächst lief es bei fast allen unspektakulär, lediglich Franz wählte eine mehr als wilde Variante. Er wollte es wissen. Recht schnell ergab sich Sven in ein Remis. Es war noch nicht viel passiert, aber als Weißer hatte er in dieser Art von Stellung überhaupt keine Idee mehr. Unser Remis-König Thomas versuchte es Sven gleichzutun, aber hier spielte der Gegner nicht mit. Mittlerweile hatte Alfred eine wilde Partie auf dem Brett. Er und sein Gegner gingen beide zum Frontalangriff über. Tobis und Robert standen solide, aber Rupert agierte sehr zielstrebig. Ich stand in meinder Partie meines Erachtens besser, mir fehlt nur der Punch. So endete es auch bei mir Unentschieden. Derart angestachelt, hagelte es nun nur noch die halben Punkte. Erst remisierte Thomas nun doch, die Stellung war uninteressant geworden. Alfred traute mit wenig Zeit seiner guten Stellung nicht und gab vorsichtshalber Remis. Franz war mittlerweile wieder in der Partie. Er hatte einen klasse Mattangriff, aber er fand in Zeitnot den entscheidenden Zug nicht. Auch hier wurden die Punkte geteilt. Nur Tobi war auf der Höhe der Tatsachen. Überlegt und souverän schob er den Gegner zusammen, der mehr aus dem Spiel holen wollte. Nun hatten wir besagtes 3,5:2,5 in den Büchern. Robert hatte zwar fast alle Bauern verloren, dafür aber 2 Freibauern, von denen er einen umwandelte. Er hatte nun Turm gegen 4 Bauern auf dem Brett. Das sah lösbar aus. Rupert hatte aus seinem guten Spiel längst die Quali gezogen. Das Läuferpaar des Gegners machte ihm aber zunehmend zu schaffen. Und so kamm es leider sehr unglücklich für uns. Robert konnte die Bauern nicht halten und musste ins Remis abtauschen, 4:4. Rupert stand mittlerweile so unglücklich, dass er den Kampf tatsächlich noch abgab.
Mann, o Mann! Nüchtern betrachtet geht das 4:4 in Ordnung. Den Sieg hätten wir gern mitgenommen, aber nun zeigen wir am 7.12. gegen MTV Ingolstadt erneut zu Hause, dass die 5 Punkte kein Zufall sind!
Schönen Start in den Advent
Thomas